Gelassenheit

Ganz allgemein könnte man sagen, das sich gelassene Menschen nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Dabei ist die bewusste Entscheidung ab jetzt nicht mehr Spielball hektischer, emotionaler Momente zu sein sondern schlicht in sich zu Ruhen, nicht der richtige Weg zu mehr Gelassenheit. Viel entscheidender ist, ähnlich wie beim Selbstwert, zu akzeptieren das eine hektische Situation nun eben hektisch ist, man sich davon aber nicht mitreisen lassen möchte. Gelassenheit könnte man auch übersetzten mit „etwas sein lassen“ und damit ist eben die klassische Reaktion auf Stress gemeint, die uns innerlich meistens zur Weißglut treibt.

Wie soll das gehen? Etwas sein lassen meint nicht, alles stehen und liegen zu lassen und der hektischen Situation zu entfliehen. Sondern vielmehr ein verändertes Verhältnis zu erreichen wenn man die Situation bewusst betrachtet. Muss ich mich von dem Termindruck das Kind rechtzeitig aus der Kita zu holen, aus der Ruhe bringen lassen? Innerlich ruhig bleiben und den Moment so annehmen wie er ist. Vielen hilft es den Blick und den Geist zu erden, indem sie die Hand um ein Kreuz oder den Blick in Ruhe auf ein Kunstwerk richten. Der faktische Termindruck ist dann zwar weiterhin vorhanden. Doch das Bewusstsein das dieser Druck von innerer Unruhe nicht verschwindet, sondern noch ansteigt, ist der erste Schritt zu wirklicher Gelassenheit. Übrigens: Sich mit geschlossenen Augen nur uns ausschließlich auf die durch die Nase ein- und ausströmende Luft zu fokussieren, ist ein idealer Anfang zu meditativer Ruhe zu gelangen.